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Baubeschreibung
der Nisthilfe:
Da Segler Koloniebrüter
und gesellige Vögel
sind, sollte man am besten gleich mehrere
'Wohneinheiten' bauen.
Der abgebildete Nistkasten ist ein Beispiel mit 4 Bruthöhlen. Man
kann auch ein zweites Stockwerk hinzufügen und die Zahl der Nistplätze
erhöhen.
< Einzelheiten
>
Wichtig ist ein ausreichender Dachüberstand als Schutz vor Schlagregen
und zu starker Sonneneinstrahlung.
Als nützlich hat sich auch die schräge Unterkante (Tropfkante)
der Frontplatte erwiesen. Sie verhindert,
dass ablaufende Regentropfen an die Bodenplatte gelangen können.
Sie sollte deshalb auch ein wenig überstehen.
Die Einfluglöcher sollten seitlich vom Brutraum angeordnet werden,
damit der An- und Abflug der Segler ungestört neben dem Nest stattfinden
kann und das Nest im Schatten liegt.
Die Frontplatte und die Innenflächen brauchen nicht glatt geschliffen
zu werden, die Segler müssen sich nämlich an der senkrechten
Aussenwand halten können. Also sägerauh genügt.
Das Dach sollte als Witterungsschutz mit Dachpappe oder Zinkblech abgedeckt
werden. Die Ausrichtung nach der Himmelsrichtung ist nach heutiger Auffassung
nicht so entscheidend. Wichtiger ist der Schutz vor zu großer Hitze
im Brutraum. Der Bereich vor und unter dem Nistkasten muß für
den ungehinderten An- und Abflug frei sein. Der Abstand zwischen Nistkasten
und Boden soll mindestens 5, besser 7 Meter betragen.
Die einzelnen Teile werden am besten nicht geleimt und genagelt sondern
mit einander verschraubt. Frontplatte und Dach sollten abschraubbar sein,
um den Kasten regelmäßig reinigen zu können. - Reinigen
1 x im Jahr ( 6 Wochen nach Wegzug ab 15. Sept.) Danach kann der Nistkasten
über Winter abgenommen werden.
Wenn einmal ein Nest gebaut worden ist, bitte dieses dort belassen und
nicht entfernen, da die Segler für ein neues Nest sehr viel Mühe
und Zeit benötigen. Das Brutpaar baut das vorhandene Nest jedes Jahr
ein wenig mehr aus.
Sollten Sie bei der Reinigung dunkelbraune Kügelchen finden, sollten
Sie sie restlos entfernen. Es handelt sich um die Puppen der Lausfliege,
den Parasiten des Mauerseglers. <
Einzelheiten >
Aufstellungsort:
Wichtig ist für den Standort die Frage, wo würde ein Mauersegler
als erstes nach Bruthöhlen suchen? Er ist seit Hunderten von Jahren
daran gewohnt, an Dachrinnen, Dachtraufen, unter Dachziegeln, Spalten,
am Ortgang (Bereich am Dachrand des Giebels) und unter Gesimsen nach entsprechend
tiefen und großen Bruthöhlen zu suchen. Da an diesen beliebten
Stellen auch gern Spatzen brüten, kann das für Sie ein Hinweis
sein, dass Segler dort suchen werden.
Andere Örtlichkeiten
an Häusern, wie zurückgelegene, 'geschützte' Bereiche werden
wegen dieser arteigenen eingeschränkten Prägung meist nicht
angenommen.
Überdies gilt die Devise: Lieber ein Überangebot
schaffen. In Zweifelsfällen sollten Sie einen Fachmann
fragen.
Link
zu Ulrich Tigges - Mauerseglerexperte aus Berlin
- Beitrag über Nisthilfen finden Sie
.
Falls
Sie weitere Hinweise oder Anregungen haben, schreiben Sie mir bitte.
Winterzeit ist Bauzeit!
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