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2010:
Auf gute Nachbarschaft - gleichzeitig brütende Vögel auf der Dachterrasse
  Blaumeisen und Mauersegler brüten im Nistkasten -
Die Stockente Konstanze brütet versteckt hinter Grün im Pflanzkübel
Dachterrasse mit Nistkästen
Dachterrasse: 18. Mai 2010
Die Quartiere der Blaumeise, des Mauerseglers und der Sockente liegen nahe beieinander.
Ab heute wird die Kinderstube verlassen. Hinaus ins feindliche Leben!   Mal wieder zurück aus Afrika. Ich bin Anfang Mai angekommen.
Blaumeise bei der Fütterung (siehe weiter unten!)
Die Mauersegler haben eine eigene Seite
Ein neues Gesicht! Kennen wir uns?   Dachterrasse im Mai
In diesem Frühling brüten verschiedene Vogelarten in unmittelbarer Nachbarschaft auf unserer Dachterrasse.

Als letzte hat sich eine Stockente hinzugesellt.
Leider hat sie sich wieder zurückgezogen.

2010
Stockenten mal wieder auf Nistplatzsuche
Der Erpel darf mitbestimmen, wo gebrütet wird.  

Nach 3 Jahren läßt sich mal wieder ein Stockentenpaar sehen. Schwer zu sagen, ob es dieselben aus den Vorjahren sind.
Die Brutstätte äh... der Nistplatz befindet sich 'im grünen Bereich' rechts vom Mauerseglernistkasten an der Nachbarhauswand.
Der Erpel sitzt auf dem Pott in Bildmitte.

Der mögliche Brutplatz wird von beiden Enten unter die Lupe genommen.

30.04.2010
 

30.04.2010   Irgendetwas muss sie gestört haben. Sie fliegen erst mal wieder davon.

    Das Entenpaar taucht heute zum 2. Mal auf.
ob das hier ein guter Ort ist?  

Ich glaube es nicht.
Was will sie hier?
Das wird nie etwas!

Ich taufte sie: Konstanze und Konstantin
wissenschaftlicher Name: [Anas platyrhynchos]

18.05.2010
   

Meine Theorie:
Das Ein- und Ausfliegen der Mauersegler und Blaumeisen regt die Ente an, sich hier ebenfalls niederzulassen.
Zudem scheint sie die Nähe zu einer menschlichen Behausung offenbar weniger abzuschrecken, als zuviele Artgenossen an Gewässern bzw. die Störungen beim Nisten in Parks durch Hunde, Krähen und andere Störenfriede.

Ich habe sie dieses Mal nicht vertrieben, weil ich der Natur ihren Lauf lassen will und das zufällige und kurzfristige Zusammenleben mit einer Ente einmal miterleben möchte.
Und ich empfinde es als Auszeichnung, dass sie sich bei den zahlreichen Alternativen, die ihr zu Gebote stünden, für uns und unsere Terrasse entschieden hat.

Du schaust, als wenn wir Freunde werden könnten.  

.
Wir beäugen uns. Sie merkt, dass ich sie beobachte.

Erste vorsichtige Kontaktaufnahme. Ich glaube sie mag mich.

18.05.
 
Äh... gestatten, Konstanze  

Sie schaut sich zunächst ausgiebig um und nimmt dann zu mir offen den Kontakt auf. Schließlich ist es ein Risiko, die Scheuheit aufzugeben und sich auf diese Situation einzulassen, denn verständlicherweise wird die Nähe zu Menschen gemieden - ein berechtigtes evolutionäres Erbe.
Aus guten Gründen: denn auch ich esse gern Entenbraten.
Stichwort: >Ente kross< oder >Canard à l'Orange<
(Ja, ich gebe ehrlicherweise zu, Gans und Ente schmecken einfach gut! Wer will das bestreiten? Aber keine Angst: ich liebe die Tiere. Sie sollen es in ihrem Leben gut haben.)

18.05.
 
Ich sehe was, was Du nicht siehst!  

Am nächsten Vormittag kreuzte Konstanze solo auf und beschenkte mich mit ihrer Anwesenheit. Ich schaute ihr eine Weile zu und sah sie hinter dem grünen Blattwerk wie hinter einem Paravent verschwinden und konnte ihr Vorhandensein nur an den Bewegungen der Zweige und Blätter erkennen.

Immer wieder verschwindet sie im undurchdringlichen Dickicht der Blätter.

19.05.
   
Erst mal wieder ans Wasser und futtern.  

Nach wenigen Stunden flog sie davon.
Inzwischen hatte ich mich im Internet "schlau" gemacht. Schließlich wollte ich wissen, auf was für ein Abenteuer ich mich eingelassen hatte. Neben den biologischen Informationen: Brutbiologie, Verhalten ... fand ich eine Seite über Balkonbruten: Enten-Watchblog
Volltreffer: 3 km südlich von uns spielt sich dieselbe Entenstory auf einem kleinen Balkon in einem Pflanzkübel inmitten einer Passionsblume ab... nur um Wochen zeitversetzt. Dort brütet Lady Gaga 6 Eier aus.

19.05.
   
Holla! Zwei auf einen Streich!  

Als ich mich anschließend in "ihrem Reich" umsah, war ich ziemlich entsetzt. Sie hatte das ganze Grün zertrampelt, Blätter abgeraspelt, kurzum eine Bahn der Verwüstung hinterlassen. Schließlich entdeckte ich ihr Nest. Sie hatte sich einen 30 x 30 cm großen Kübel ausgesucht, wobei größere zur Verfügung standen. Das Nest hatte Konstanze mit den welken pflanzlichen Überresten und einigen Brustfedern ausgepolstert.
Erst nach dem Wegbiegen der langstieligen Pflanzen sah ich die zwei leicht grauweiß gefärbten Eier.
Vieles spricht dafür, dass sie Legenot hatte. 2 Eier auf einmal sind nach herrschender Lehrmeinung sehr ungewöhnlich. Auf jeden Fall war ich glücklich und empfand Anwandlungen von Vaterfreuden.

20.05.
 
Ein Beziehungsgespräch kommt heute wohl nicht mehr zustande.   Als ich es am nächsten Morgen um 6 Uhr im Bett nicht mehr aushielt, saß Erpelmann Konstantin auf dem gegenüber liegenden Dach und schaute sich die Augen aus nach seiner Angebeteten. Sie ließ den Herrn Gemahl erst mal eine Weile warten. Um 6:22 Uhr geruhte sie sich in gebührendem Abstand neben ihm nieder zu lassen. Oft schaute er verstohlen zu ihr herüber. Auf einem Bein stehend schaute sie gelangweilt gerade aus. Eine stoische Ruhe ging von ihr aus. Worauf wartete sie? Ich hatte mich zwar gezeigt aber zurückhaltend im Wohnzimmer Posten bezogen.
20.05.
   
Nie hat man seine Ruhe vor den Quälgeistern.  
Eine angriffslustige Nebelkrähe schreckte das Paar auf. Sie ließen sich 10 Meter weiter erneut nieder und machten keinerlei Anstalten ihre Position zu verändern.
20.05.
 
Hier ist es eindeutig zu laut. Wir verduften.  

Dann, plötzlich dröhnte in niedriger Höhe der Rettungshelikopter "Christoph" über die Dächer und vertrieb die beiden.

Abflug!

20.05.
   
Eigentlich war es hier ja ganz schön.  
Ich muß mir das nochmal gründlich überlegen.
20.05.  
9:52 h - auf und davon...
 
22. Mai
Die Eier liegen unangerührt im Nest. Konstanze ist nicht wieder aufgetaucht. Ich mache mir Sorgen. Habe ich vielleicht etwas falsch gemacht oder ist ihr etwas zugestoßen? Was könnte der Grund sein?

Meine Frau und ich hoffen, dass sie bald wieder ihr Nest einnimmt und ihre mütterlichen Pflichten wahrnimmt. Schließlich sind wir gespannt, was als nächstes geschieht. Sie fehlt uns!
26. Mai - Konstanze bleibt verschwunden.
Sie lässt uns ratlos und traurig zurück.

Einstweilen empfehle ich als Lektüre den Enten-Watchblog eine klasse Fortsetzungsgeschichte mit schönen Fotos und professionell aufgemacht.
http://stadtente.blogspot.com/

Selbstverständlich habe ich zu der Enten-Elternvertreterin Kontakt aufgenommen und schon mal erste Erfahrungen ausgetauscht. Bei ihr kommen die jungen Entlein am 29. oder 30. Mai auf die Welt.

Liebe Grüße und herzlichen Dank für den Backlink - Entenfeder!

22.05
   
Wo ist ihr Stammplatz?
 

 


Diashow: Stockenten auf der Dachterrasse
 
 Dachterrasse Mitte Mai 2010 - Neues aus dem Meisenkasten

Bei den Blaumeisen geht glücklicherweise alles seinen normalen Gang.

Keine Vorkommnisse!

16.05.2010
18.05.

In den letzten Tagen wird alle paar Minuten gefüttert.
Die Raupen werden immer größer.

Wieviele Jungen werden es wohl sein?

20.05.
20.05.
Heute schaut der Altvogel vor dem Anfliegen der Nistbox mehrfach suchend umher.
Offenbar fehlen bereits 1 oder 2 Junge. Es ist aber keines zu entdecken.
o 22.05.
22.05.
 
Hier steckt ein Junges zum ersten Mal den Kopf heraus.
Gleich wird es sich ein Herz fassen und den großen Sprung ins Leben wagen.
22.05.
22.05.
Aber der Elternvogel hat schon wieder leckere Maden gesammelt und füttert jetzt vor dem Einflugloch.
22.05.
22.05.

Das erste Junge, dem ich zuschauen konnte, macht einen gekonnten Satz und landet fast im Einflugloch eines Mauerseglerkastens gegenüber und segelt jedoch hinunter in die Kastanie im Hof. Der aufmerksame Altvogel fliegt gleich hinterher und nimmt es in seine Obhut.

22.05.
22.05.

Das zweite Junge fliegt in die andere Richtung an mir vorbei auf das Dach über mir. Vom Galeriefenster aus kann ich es sehen, zum Greifen nahe. Nur schnell ein paar Fotos und schon fliegt es hoch hinauf zu einem Schornstein und dann weiter zum Nachbarhaus. Wie soll ihn jetzt der Altvogel finden?

22.05.
22.05.
Unter einem Firstziegel ist die junge Blaumeise erstmal in Sicherheit. Die nachträgliche Inspektion ergab:
der Nistkasten war sauber und leer.
Nach meiner Einschätzung sind 3 oder 4 Blaumeisen erfolgreich aufgezogen worden.
Zwei konnte ich beim Ausfliegen beobachten.


Tschüß und machts gut!
 
Luftkampf über den Dächern der Stadt
 
 

 

Am 31. Juli 2010 habe ich beobachten können, wie sich ein Habicht mit einer Nebelkrähe einen minutenlangen Luftkampf geliefert hat. Mal griff die Krähe den Habicht an und dann der Habicht die Krähe.

Wenn man den Himmel eine Weile absucht, kann man dieses Schauspiel fast täglich miterleben.

In der Fotoserie scheint der Greifvogel der Angreifer zu sein. Aber im nächsten Moment greift die Krähe den Habicht an. Es geht mehrmals hin und her.

 

Der Habicht kommt bis auf wenige Zentimeter an die Krähe heran. Dann weicht die Krähe geschickt aus.

Sieger gibt es im eigentlichen Sinne nicht. Jeder ist mal Jäger und das andere Mal Gejagter.
Die Manöver sehen zwar gefährlich aus, aber ich bin mir sicher, sie haben es nicht auf Verletzungen abgesehen und nehmen es sportlich.
Der Habicht setzt seine Schnelligkeit und die Krähe ihre Wendigkeit ein.

Am Ende trennt man sich wieder friedlich und jeder fliegt seiner Wege.

 

Ein schönes Schauspiel!

 

 

 

 

Die Aufnahmen wurden mit einem 300 mm Teleobjektiv gemacht. Entfernung ca. 600 - 800 m

   

Hier sitzt ein Turmfalke auf der Antenne auf dem Dach mir gegenüber und hält Ausschau. Am Schreibtisch sitzend habe ich ihn zufällig entdeckt und kann ihn für ein paar Minuten gut beobachten.

Der ansonsten scheue Vogel fühlt sich völlig unbeobachtet.

Mit dem Zoom-Objektiv habe ich ihn noch schnell erwischt.
(NIKON Coolpix P500)
07.10.2011

   
Texte und Fotos: Klaus Roggel, Konstanzer Str. 4, 10707 Berlin, 2002-2005
Die Fotos wurden mit einer Nikon D80 aufgenommen.  Copyright (c) Klaus Roggel

aktualisiert: 07.10.2011

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